Mein erstes zuckerfreies Weihnachten mit Kleinkind

Aktualisiert: 14. Aug 2018

Heute ist es an der Zeit, ein Fazit zu ziehen. Ein Fazit zu dem ersten zuckerfreien Weihnachten mit Kleinkind. Was soll ich euch sagen...es war alles andere als einfach. Es gab tatsächlich zahlreiche Herausforderungen zu meistern: Adventskalender, Nikolaus, Weihnachtsfeiern, Adventsnachmittage und das Weihnachtsfest selbst. 


Der Adventskalender war noch recht simpel. Schließlich ist er von mir für ihn und ich kann bestimmen, was für eine Überraschung in jedem Türchen auf Oskar wartet. Also 24 Türchen, 24 zuckerfreie Snacks, hin und wieder ein Badespaß oder ein Teil von Lego Duplo. Und siehe da, Oskar freute sich jeden Morgen so sehr darüber, dass ich das am liebsten das ganze Jahr weiter führen würde. Und glaubst du wirklich, er hätte sich über ein Stück Schokolade mehr gefreut?


Am 6. Dezember war Nikolaus und diese Hürde war schon etwas schwieriger zu meistern. Von Mama und Papa gab es einen Stiefel voller Obst und zwei neue Weihnachtsbücher. Die Oma brauchte allerdings wieder ihre Zeit bis sie verstand, dass Oskar noch keinen Schokoladennikolaus brauchte. Aber nach gutem Zureden und der Zusicherung, dass er sicher nicht böse auf die Oma sei, gab es neue Schleichtiere und Nüsse in seinem Strumpf. Nikolaus, check. Auch dieses Ereignis hinter uns gebracht. 


Weihnachtsfeiern z.B. in Krabbelgruppen oder Adventsnachmittage bei Bekannten waren da schon eher eine Bewährungsprobe. Leider leider ist es doch völlig normal in unserer Gesellschaft, dass Kinder, auch wenn sie gerade mal ein Jahr alt sind, Süßigkeiten total selbstverständlich bekommen. Zur Weihnachtszeit natürlich vermehrt und zum Teil in Massen. Ich frage mich, warum Zucker als so normal im Alltag eines Kindes seinen Platz findet. Und noch mehr frage ich mich, warum man böse Blicke erntet, wenn man eben diesen unkontrollierten, in meinen Augen viel zu frühen Kontakt mit industriellen Zucker nicht möchte. Warum wird man komisch angeschaut, wenn man zuckerfreie Plätzchen mit in die Krabbelgruppe bringt. Warum wird man gleich als pingelige Öko-Mutti abgestempelt, wenn man anstelle der Tiefkühl-Sahnetorte ein zuckerfreies, aber trotzdem total süßes und leckeres Bananenbrot zum Kinderbasteln mitbringt???


Wie dem auch sei, ich habe auch diese Tage hinter mich gebracht und Weihnachten stand nun direkt vor der Tür. Ich suchte tolle Rezepte raus, für einen zuckerfreien Apfel-Crumble, einen Schoko-Kakao-Kuchen und Zimt-Plätzchen. Mein Glück war, dass wir dieses Jahr Gastgeber sein durften. So konnte ich auch bestimmen, was es bei uns zu Naschen gab. Und ich verrate euch heute ein Geheimnis: meine Familie wusste überhaupt gar nicht, dass diese Leckereien ohne Zucker waren und haben sie geliebt. 


Zusammenfassend kann ich sagen, dass zwei Dinge elementar wichtig sind: gute Vorbereitung und ein dickes Fell. Ein dickes Fell vor bösen Blicken, die aber meist eher von Fremden kommen und wo man gut drüber stehen kann. Denn wenn mich die Menschen besser kennen, wissen sie, dass ich Oskar tolle Alternativen biete und es meinem Kind sehr wohl gut geht :-) Und gute Vorbereitung, eben um immer eine süße Alternative parat zu haben, wenn Spritzgebäck und Co locken. Und unterm Strich war unser zuckerfreies Weihnachten 2017 wunderschön und wir haben unfassbar viel genascht.


Bleib gesund und munter,

deine Loreen

© 2019 Fräulein Immersatt

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