Wie erkläre ich Oma das Ding mit dem zuckerarmen Leben?

Tja, auch ich stand genau vor dieser Frage und hatte keine Ahnung, wie ich es meiner Mama erklären sollte, dass Oskar zuckerarm "erzogen" wird. Anfangs war es natürlich total einfach, da Essen im eigentlichen Sinne ja noch gar kein Thema war. Aber was mache ich nur, wenn er älter wird? Genau darüber habe ich mir den Kopf zerbrochen und dachte einfach immer, dass es bis dahin noch ewig hin ist, aber dieser besagte Tag kam viel schneller als ich dachte. Und, ich sage dir, es war gar nicht mal so "schlimm" wie ich dachte....


...Ich habe mir einfach einmal bewusst die Zeit genommen, habe mich mit meiner Mama oder wie ich sie nenne "Mutsch" an einen Tisch gesetzt und es ihr ganz in Ruhe erklärt.

Ich habe ihr die Fakten einmal wirklich vor Augen geführt. Ich habe ihr gesagt, dass Zucker unendlich viele schlechte Eigenschaften mit sich bringt. Zucker spielt einfach bei so vielen Erkrankungen, die unsere Gesellschaft beherrschen, eine große Rolle. Letztlich war es aber glaube ich ein Zitat, welches Oma die Augen geöffnet hat. Bereits in zahlreichen Fachbüchern und Artikeln gelesen und auch für mich immer wieder erschreckend:


"Zucker verursacht im kindlichen Gehirn ähnliche Reaktionen wie Kokain bei Erwachsenen."

Ich weiß, ich weiß, dieser Vergleich ist sehr gewagt, aber er verdeutlicht eben die enorme Suchtgefahr. Und dennoch ist es einfach fast unmöglich oder sagen wir mal praktikabel kaum umsetzbar ein Kind zuckerfrei aufwachsen zu lassen. Zumal, wie ich bereits mehrfach erwähnt habe, ich Oskar keine Verbote auferlegen möchte. Ich möchte ihm einfach die süße, bunte Welt zeigen, mit so wenig Zucker wie möglich und was soll ich dir sagen, meine Mama hat es tatsächlich verstanden! Sie hat verstanden, wie schädlich Zucker sein kann. Sie hat verstanden, wie ernst es mir ist und sie hat verstanden, dass wenn sie mich liebt, sie meinen Ansatz achten und respektieren muss. Und genau das macht sie so so gut. Einmal in der Woche ist bei Oma Spielenachmittag angesagt mit den Kindern meiner Schwester und du glaubst nicht, was dort an Obst und Gemüse aufgefahren wird. Beim jetzt anstehenden Geburtstag der Oma wurden Kuchenrezepte ausgedruckt, mir gezeigt und gefragt, wie sie den Zucker am besten ersetzen kann, damit es dennoch ein Gaumenschmaus wird. Selbst an Feiertagen wie Weihnachten wird beispielsweise Trockenobst nett und feierlich verpackt oder aber kleine Snacks aus dem Drogeriemarkt wie z.B. Dinkelbrezel verschenkt. Und genau deshalb möchte ich heute einmal ein riesen großes Dankeschön aussprechen, an die beste, tollste Oma, die Oskar sich nur wünschen kann.


Danke, Mama, dass du mich hierbei so unterstützt.


Und vielleicht stehst auch du vor dieser Frage, wie du Oma und Opa am besten erklärst, dass du dir ein zuckerarmes Leben für dich und deine Kinder wünschst. Und vielleicht probierst auch du einfach mal den Weg der ernsthaften Konversation über dieses Thema aus. Und sollte es vielleicht bei der ein oder anderen unter euch, keine Früchte tragen, dann noch einen kleinen Geheimtipp an dieser Stelle:


www.fraeulein-immersatt.de


Schicke diesen Link doch mal an die lieben Großeltern. Schließlich findest du bei uns nicht nur leckere Rezepte, sondern auch viel Wissenswertes zu diesem Thema.


In diesem Sinne, 

bleib gesund und munter,

deine Loreen.

© 2019 Fräulein Immersatt

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