Was ist für uns Süße?

Jetzt sitzen wir also hier und möchten dir etwas über den industriellen Zucker erzählen und wissen ehrlich gesagt gar nicht, wo wir genau anfangen sollen. Umgeben von ungefähr zwanzig Büchern, die sich mit diesem Thema beschäftigen, versuchen wir nun, das für dich Wichtigste heraus zu filtern. Es sei uns verziehen, wenn wir nicht so detailliert auf alles eingehen, da wir dich zum einen nicht langweilen möchten und zum anderen dies sonst den Rahmen sprengen würde.

Zunächst einmal vielleicht zur einfachen Verdeutlichung:

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, dass Zucker weniger als 10 Prozent der täglichen Energiegesamtaufnahme ausmachen soll. Das entspricht für Erwachsene etwa 12 Teelöffel und für ein Kind etwa 6 Teelöffel. Idealerweise sollte der Verzehr sogar bei 5 Prozent liegen, d.h. bei 6 Teelöffel bzw. 3 Teelöffel für Kinder. Die WHO hat den Verbrauch jedoch nach oben korrigiert, da dies nicht zuletzt aufgrund der Lebensmittelindustrie völlig unrealistisch sei.

 

In unserer Gesellschaft ist der Zuckerkonsum bereits zu einer gefährlichen Sucht heran gewachsen. Zucker ist nämlich nicht nur in Süßigkeiten, Keksen, Kuchen und Co, sondern eben auch in Fertiggerichten, Saucen, Milchprodukten usw.. Hinzu kommt, dass es uns Verbrauchern auch noch so schwer gemacht wird, diesen Zucker zu erkennen. Nur selten wird der Zucker eben auch als solcher deklariert. Vielmehr greift die Industrie auf Synonyme zurück, wie z.B. Saccharose oder Glukosesirup. Oftmals enthalten Lebensmittel auch Traubenzucker (Glukose), Fruchtzucker (Fructose), Milchzucker (Laktose) oder Malzzucker (Maltose). Diese Zuckerarten sind dennoch raffinierter Industriezucker, egal ob er nun aus der Milch oder aus Früchten gewonnen wird. All diese Zuckerarten haben letztlich ähnliche gesundheitliche Auswirkungen, gerade wenn diese übermäßig konsumiert werden. Doch für unsere Gesellschaft ist der Gebrauch von Zucker als so normal und selbstverständlich geworden, dass sich viele fragen: "Ist Zucker tatsächlich so schlimm?" und "Ist Zucker wirklich einem Gift gleich zu setzen?".

Wie schädlich ist dieser Zucker denn nun wirklich?

Wir versuchen dir jetzt einmal all die gesundheitlichen Folgen des Zuckerkonsums zusammen zufassen: Zucker beeinträchtigt bewiesenermaßen die Leistungsfähigkeit deines Immunsystems, was dazu führt, dass Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten leichtes Spiel haben und du anfällig für zahlreiche Krankheiten wirst. Zu diesen Krankheiten zählen eben nicht nur Karies der Zähne, sondern auch Osteoporose oder Diabetes. Außerdem kann Zucker das Risiko für Herzerkrankungen oder Autoimmunerkrankungen erhöhen. Hinzu kommt, dass Zucker sowohl für deinen Magen, deine Leber und deinen Darm schädlich sein kann. Spätestens seit dem Buch "Darm mit Charme" sollten wir doch alle wissen, wie wichtig eine funktionierende Darmflora für unseren Körper ist. Zucker kann also sehr wohl die Gesundheit beeinträchtigen oder gar zerstören. Manche Wissenschaftler sind sogar der Meinung, dass der Zuckerkonsum in unserer Gesellschaft eindeutig mit der Erkrankung an Krebs oder Alzheimer zusammenhängt. Nicht zu vergessen, das große Suchtpotenzial von Zucker. Dazu fällt uns gerade etwas ein, was wir vor einiger Zeit einmal lasen. Laut einer Studie am American College of Neuropsychopharmacology in Brentwood, Tennessee, löst Zucker in unserem Gehirn die gleichen Reaktionen aus wie z.B. Nikotin, Kokain oder Morphine. Diese Tatsache hat u.a. dazu geführt, dass wir für uns und unsere Familie beschlossen haben, so wenig raffinierten Zucker zu konsumieren wie nur möglich. Denn auch auf die Gefahr hin, dass dieser Vergleich etwas radikal erscheint, würdest du deinem Kind bedenkenlos Kokain geben?! Natürlich wird es nicht immer einfach mit Kind und wir möchten unseren Kindern auch nicht das Gefühl eines Verbots vermitteln. Dennoch werden wir es versuchen und jeden Tag unser Bestes geben, ihnen tolle Alternativen zu bieten, sodass sie die Süßigkeiten aus dem Supermarkt nicht all zu sehr vermissen bzw. diese tatsächlich nur in Maßen zu sich nehmen werden.

 

Und wir werden DIR und deiner Familie mit Fräulein Immersatt gerne helfen, diesen Weg gemeinsam zu gehen.  

Am aller liebsten süßen wir von Fräulein Immersatt mit natürlichen Lebensmitteln.

Hier mal eine kleine Liste für dich:

  • Datteln, Dattelmus

  • Trockenobst z.B. Rosinen, Pflaumen, Aprikosen

  • Bourbon Vanille

  • Zimt, Lebkuchengewürz, Kardamom usw.

  • Abrieb von Orange, Zitrone, Limette

  • Gemahlene Mandeln, Haselnüsse, Erdmandeln

  • Backkakao

  • Kokosöl, Kokosraspeln, Kokoschips

  • reines Obstmark

  • frisches Obst z.B. Bananen

  • Nüsse (unbehandelt)

  • Nussmus

Aber welche Zuckerersatzstoffe verwenden wir?

Süßstoffe und Zuckeralkohole (Sucralose, Erythrit, Xylit, Aspartam) verwenden wir nicht. Sie haben vielleicht sehr wenige Kalorien, werden aber in der Regel chemisch hergestellt und industriell verarbeitet. Außerdem geht es uns um eine gesündere Alternative für die ganze Familie und nicht um eine kalorienarme Ernährung oder gar um eine Diät. Außerdem können Süßstoffe und Zuckeralkohole deinen Körper bzw. deinen Stoffwechsel aufgrund der enormen Süßkraft und dem sehr geringen Energiegehalt verwirren.Diese „Täuschung“ kann zu den, dir vielleicht bekannten, Heißhungerattacken führen.                                                                            

 

Stevia hingegen hat zwar auch sehr wenige Kalorien, wird aber aus der Steviapflanze gewonnen. Dennoch soll der Prozess von der Pflanze hin zu Granulat auch nicht wirklich natürlich sein, was der Grund ist, weshalb es bei uns relativ selten bzw. in geringen Mengen zum Einsatz kommt.

Neben diesen Stoffen gibt es aber auch zahlreiche andere Zuckerersatzstoffe, die sich grundsätzlich ähnlich wie Zucker in deinem Körper verhalten. Diese Stoffe haben einen höheren Kalorienanteil und werden somit auch zu Energie umgewandelt. Dennoch sind sie in der Regel besser für deinen Körper geeignet, da sie einerseits auch zahlreiche Mikronährstoffe enthalten und andererseits beispielweise einen besseren glykämischen Index besitzen.

Wir listen dir nachfolgend einmal alle uns bekannten Zuckerersatzstoffe auf, versehen mit einem Hinweis, ob dieser bei uns zum Einsatz kommt oder nicht.

Ahornsirup: verwenden wir sehr selten. Er schmeckt sehr lecker karamellig, ist aber sehr oft mit Zuckerwasser gestreckt. Unbedingt die Zutatenliste beachten!

Honig: verwenden wir sehr selten, da dieser zu 80 % aus Zucker besteht und sich zum Kochen und Backen nicht so gut eignet. Bereits ab einer Temperatur von 40 Grad fallen die positiven Nebenwirkungen (entzündungshemmend/wundheilend) des Honigs weg.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Agavendicksaft: verwenden wir selten, weil wir ihn geschmacklich nicht ganz so sehr mögen. Ist nicht geeignet für Menschen mit Fructoseintoleranz.

Reissirup: verwenden wir ab und zu. Geeignet für Menschen mit Fructoseintoleranz. Er enthält zahlreiche Mineralstoffe. Der enthaltene Trauben- und Malzzucker muss erst in Einfachzucker umgewandelt werden, weshalb der Blutzucker nur langsam ansteigt. Aber achte auch hier genau auf die Zutatenliste. Hin und wieder wird er auch mit Zucker gestreckt.

Kokosblütenzucker: verwenden wir häufiger. Die Konsistenz ähnelt sehr dem Haushaltszucker, kann 1:1 für Zucker ersetzt werden und schmeckt unheimlich lecker. Er besitzt einen sehr niedrigen glykämischen Index von 35 und lässt den Blutzucker nicht so hoch ansteigen. Er besitzt viele Vitamine und Mineralstoffe. Ist auch in flüssiger Variante erhältlich (Kokosblütensirup).

Trotz der vielen Vorteile sollte auch dieser bedacht eingesetzt werden.

 

Letztlich ist es natürlich auch immer eine Frage der eigenen Überzeugung und Motivation für welches Süßungsmittel du dich entscheidest. Aber jetzt kennst du unsere Sicht der Dinge.

 

Und ganz egal für welche Alternative du dich entscheidest, denk daran, Süßes bleibt Süßes und sollte etwas Besonderes sein!

© 2019 Fräulein Immersatt

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